Auszüge aus Band II

„Jeder bekommt den Partner, den er verdient“

Die Energieräuber und ihre Opfer

Negative Eigenschaften haben manchmal sogar mehr Nachfrage zur Folge als positive, konstruktive Anlagen und Fähigkeiten. Es gibt nämlich viele Menschen, die aufgrund ihrer frühkindlichen Prägung nur einen Partner brauchen können, der ihre frühere Kindheitssituation wieder aufleben lässt und ihnen ähnliche Gefühle, Stimmungen, Schwierigkeiten und Konflikte liefern kann, wie sie sie früher in ihrem Elternhaus erlebt haben. So wie damals kommt es nun auf einer neuen Ebene zu einer ähnlichen Rollenteilung – der eine spielt Vater oder Mutter, der andere das Kind, der eine ist der Energieräuber, der andere das Opfer. Hier sei jedoch ausdrücklich festgestellt, dass nicht immer das Kind das Opfer ist. Beide Partner spielen ein Theaterstück, das mit der Wirklichkeit im Hier und Jetzt oft überhaupt nichts zu tun hat. Deshalb sind solche Spiele nicht nur energie- und zeitraubend, sondern vor allem ineffizient, d.h., es kommt so gut wie nie etwas Positives dabei heraus. Derartiges neurotisches Verhalten bedeutet Lebensverarmung, bedeutet ärmer zu werden an Besitz, Geld, Zeit, Energie, Konzentration sowie an Kraft zu konstruktivem Handeln. Die Lebensverarmung tritt ein durch das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse zugunsten der Bedürfnisse des Partners, durch die ständige Anpassung an den Partner, durch die Verleugnung des eigenen Lebens, durch den Verlust an eigener Lebenszeit, der durch den Partner bedingt sein kann, und vor allem durch Macht, Kontrolle, Unterdrückung und Fremdbestimmung, die häufig in einer Beziehung vorherrschen.

Der Partner fungiert in solchen Fällen als Belastung, Zeiträuber, Stressfaktor und vor allem als "Energiesauger".

 

Energieräuber Verlust beim Mitmenschen ausgelöste Gefühle bei den anderen ausgelöste Krankheiten bei den anderen
       
der Egoist Verlust des Egos Gefühle der Schwäche und Kraftlosigkeit; Wut Kopfschmerzen; Gallebeschwerden
der Aggressor Verlust der eigenen Durchsetzungsenergie Ärger Entzündungen; Verletzungen; Blutungen; Fieber
der Revierverletzer Verlust der eigenen Abgrenzungsenergie; Verlust des eigenen Reviers; Verlust der Sicherheit
Gefühl der Unsicherheit; Gefühl, ohne Grenzen zu sein Hals- und Rachenbeschwerden; Gewichtsprobleme
der Status- und Prestige-Verkörperer Verlust von Eigenwert Minderwertigkeitsgefühle; Neid Schwächezustände; Suchtprobleme
der Totredner Verlust der eigenen Darstellungsmöglichkeit Beengungsgefühle; das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben; das Gefühl, blockiert zu sein
Bronchial- und Lungenleiden
der Launische Verlust der eigenen Gefühle; Verlust der Möglichkeit, eine eigene Stimmung zu schaffen depressive Gefühle; Gefühl der Ungeborgenheit und Heimatlosigkeit; Gefühl, paralysiert zu sein
Unwohlsein; Gastritis, Schleimhautaffektionen; Magengeschwüre; Ausfluss (Fluor albus)
der Angeber; der Blender Verlust von "Licht"; Verlust der eigenen Stärken und des eigenen Selbstbewusstseins
mangelndes Selbstbewusstsein; Gefühl im Schatten zu stehen Herz- und Kreislauferkrankungen; Vitalitätsverlust
der Nörgler Verlust der Wahrnehmung der eigenen Identität; Verlust von Selbstanalyse und Selbstkritik
Gefühl, an einer Wahrnehmungsstörung zu leiden Sehstörungen; Hörstörungen (Hörsturz etc.); Darmbeschwerden
der (Schein-)Harmonische Verlust der Möglichkeit, sich wirklich mit dem anderen auseinander zu setzen; Verlust des Rechts, sich auszugleichen
Disharmonie; Gefühl der Dissonanz; Gefühl der Antipathie Nieren- und Blasenleiden; Hautkrankheiten
der Dominante Verlust von Macht über sich selbst, Verlust der eigenen Vorstellungen und der eigenen Lebensleitlinie
Ohnmachtsgefühle; Gefühl, unter Druck zu stehen Spasmen; Sexualleiden
der "Edle" Verlust von Sinn und Verlust der eigenen Lebensphilosophie Gefühl der Sinnlosigkeit Leberleiden; Gewichtszunahme; Ischiasbeschwerden; Hüftgelenkserkrankungen
der Moralische (Maßregler, Richter) Verlust von eigenen Rechten und Zielen Schuldgefühle; Schamgefühle; Gefühl, ohne eigene Rechte als Mensch zu sein; Gefühl der Überlastung; Kältegefühle
Kniebeschwerden; Rückenleiden; Wirbelsäulenerkrankungen; Bandscheibenvorfälle; Rheumatismus
der Überlegene Verlust von eigener Entwicklung Unterlegenheitsgefühle; Gefühl, aus der Haut fahren zu müssen; Nervosität
allgemeine Nervosität; Nervenentzündungen; Venenleiden; Krampfadern
der Intrigant Verlust der Möglichkeit, selbst Hintergründe zu erfassen und sein Bewusstsein zu erweitern
Gefühl von psychischer Lähmung; Angstgefühle Störungen von Hypophyse und der innersekretorischen Drüsen

 

Trotz "tollem" Angebot keine Nachfrage?

Manche Menschen hadern mit ihrem Schicksal, weil einfach kein passender Partner in Erscheinung tritt. Sie verstehen die Welt nicht mehr, denn sie haben den Eindruck, dass sie mehr zu bieten hätten als viele andere, die in einer festen Beziehung leben. Woran kann das liegen? 

Folgende Punkte kommen als Ursachen infrage:

  1. Das Angebot erscheint einem nur subjektiv als toll. Hier ist es notwendig, aus der rein subjektiven Welt einmal auszuscheren und häufiger kompetentes Feedback einzuholen, um die eigene Meinung relativieren zu können.
  2. Die Angebote sind auf dem Partnermarkt nicht gefragt – das andere Geschlecht braucht diese Anlagen nicht.
  3. Die Angebote sind nur in der Schicht, in der man sich befindet, nichts wert. Etwa, wenn eine Frau in der Unterschicht Anlagen wie Kreativität, künstlerisches Talent, Informationsbereitschaft, Bildung und gute Manieren einbringt, kann ein Mann der Unterschicht kaum etwas damit anfangen. In einem solchen Fall ist es wichtig, die Kontaktebene bzw. das Umfeld zu wechseln.
  4. Die Anlage, die man anbietet, ist nur in der Kombination mit einer anderen Anlage gefragt und wird nur dann als wertvoll erachtet.
  5. Die Anlage kann nicht zum Tragen kommen, weil entweder eine elementare Anlage fehlt, wie etwa Einfühlungsvermögen, Kompromissbereitschaft etc. oder kann nicht wirksam eingesetzt werden, weil sie durch das pervertierte oder kranke Ausleben einer anderen Anlage belastet wird, z.B. durch militantes Kommunikationsverhalten. 
  6. Die Angebote werden nicht gut genug präsentiert. Das ist so, als wäre wertvolle Ware schlecht verpackt oder als würde sich diese unter der Ladentheke befinden, also in einem verborgenen, nicht sichtbaren Bereich.
  7. Das Angebot ist zu paradiesisch und erscheint deshalb als unwirklich, als zu schön, um wahr zu sein. Potentielle Partner vermuten dabei einen Pferdefuß oder haben Angst, in eine Falle zu geraten; denn kaum jemand gesteht sich selbst ein paradiesisches Leben zu. Unbewusst glauben nämlich die meisten, dies wäre nur ganz besonderen Menschen wie Prinzen und Prinzessinnen vorbehalten.

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